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Meine
Wurzeln habe ich im Raum Backnang, am Rand des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer
Wald, wo ich sehr ländlich aufgewachsen bin. Soweit ich mich zurück
erinnern kann, war mein Spiel- und Erfahrungsraum draußen in der Natur
oder bei den benachbarten Bauernhöfen. Als Kind war es für mich
ganz normal Kräuter auf der Wiese zu pflücken und zu essen oder
mit meinen Eltern und Großeltern unterwegs zu sein, um unsere Küche
mit den wilden Schätzen der Natur zu bereichern. Ganz unbewusst wurde
hier ein Grundstein für meine Liebe zur Natur gelegt.
Nach meiner Ausbildung zur Erzieherin arbeitete ich ab 1990
viele Jahre im Kindergarten, engagierte mich sehr stark in der Konzeptionsentwicklung
und nutzte viele Fortbildungsmöglichkeiten, unter anderem in den Bereichen
Wahrnehmungsförderung, systemisches Arbeiten, Umweltbildung und
Erlebnispädagogik.
Von Anfang an war mir das Draußen sein mit den Kindern sehr wichtig
und ich erkannte das große Potential der Natur für Entwicklungs-
und Bildungsprozesse bei den Kindern. Einzelne Wald- und Wiesentage fanden
immer häufiger statt und wurden immer mehr ausgeweitet zu Wochen und
je mehr Zeit wir draußen verbrachten, umso mehr wurden wir heimisch
in „unserem“ Wald. Nicht nur auf die Kinder, auch auf uns Erzieherinnen
hatte die Natur eine sehr heilsame und wohltuende Wirkung und unser Naturbezug
veränderte sich spürbar – sie lehrte uns, dass es immer etwas
Neues zu entdecken gibt, dass sich alles verändert, dass es immer einen
Platz gibt um sich zurückzuziehen und Ruhe zu haben, dass man was aushalten
kann und Widrigkeiten wie Regen und eisigen Wind akzeptieren kann und trotzdem
Spaß hat, dass man Schwierigkeiten am besten meistert, wenn man Vertrauen
hat und gute Freunde, dass man ohne Spielzeug und Hilfsmittel auskommt, weil
alles da ist was man braucht...
Irgendwann
hatte ich den Wunsch mehr über die Natur zu erfahren und tiefer einzusteigen
und ich nahm 1999 an der Weiterbildung „Naturpädagogik“ der
Naturschule Freiburg e.V. teil.
In diesem Jahr veränderte sich meine Beziehung zur Natur wieder und
in vielen Dingen auch meine Sichtweise.
Seit 2000 arbeite ich nebenberuflich als Dozentin für Natur- und Erlebnispädagogik
für verschiedene Bildungsträger und Einrichtungen (Naturschule
Freiburg, Evangelischer Landesverband für Kindertagesstätten, TiBo
- Tipi am Bodensee, VHS, Familienbildungsstätten,
Umweltakademie Bietigheim-Bissingen,
Fachschulen für Sozialpädagogik, Waldkindergärten, Regelkindergärten,
Schulen, Naturscouts Wolpertshausen, Kreisbildungswerke, Vereine) und gründete
NATUR PUR mit eigenem Veranstaltungsprogramm.
Durch
intensives Selbststudium und Fortbildungen im Bereich Wildpflanzen habe ich
mein Wissen aus der Kindheit immer mehr erweitert und vertieft. Unseren heimischen
Bäumen, Gräsern und Kräutern fühle ich mich in besonderem
Maße verbunden und es vergeht kein Tag, an dem nicht ihre Heilkraft,
ihr Geschmack und ihr Seelenbalsam Einfluss auf mein Leben haben. Pflanzen
nehmen einen großen Platz in meinem Leben ein und es ist mir ein großes
Anliegen, anderen Menschen das alte Wissen über ihre Kräfte weiterzugeben.
Auch meiner Heimat fühle ich mich sehr verbunden, deshalb war es für
mich nahe liegend in diesem Bereich zu forschen: wie gestaltete sich früher
die Landschaft, wie ist unsere Landschaft hier entstanden, wer lebte vor uns
hier. Darüber bin ich auf unsere keltisch-germanischen und steinzeitlichen
Vorfahren gestoßen und war fasziniert von den Handwerkstechniken dieser
frühen Völker und ihrem naturverbundenen Leben. Viel Zeit verbrachte
ich nun mit dem Erlernen alter Handwerkstechniken und bin immer wieder begeistert,
was sich alles mit Geschick und dem nötigen Material aus der Natur herstellen
lässt.
Auch die Lebens- und Überlebenstechniken der Naturvölker begeisterten
mich. Techniken, die mir das Leben in und mit der Natur möglich machen
und bei denen ich von modernen technischen Mitteln unabhängig bin:
Feuer machen mit den Hilfsmitteln der Natur oder der Bau einer Unterkunft
nur aus Naturmaterial, aber vor allem die Philosophie die dahinter steht
geht mir direkt ins Herz: Ein Teil der Natur zu sein und tief mit ihr verbunden.
Auch hier stand und steht viel ausprobieren, lernen und trainieren auf
meinem Programm und als fundierte Grundlage die Ausbildung zur Überlebens-
und Wildnistrainerin bei der Überlebenschule
Tirol die ich im September 2008 abgeschlossen habe.
Im
Jahr 2006 habe ich mich dann voll selbstständig gemacht und meine Angebotspalette
erweitert: neben meiner Arbeit als Dozentin für Natur- und Erlebnispädagogik
produziere ich nun auch Brotaufstriche in Bioland-Qualität.
Diese Idee
entstand durch meine Mitarbeit auf dem Schöntalhof Adrion,
einem Biolandhof mit Obst- und Gemüseanbau und eigenem Hofladen.
Durch
meine Arbeit dort und viele Hintergrundinformationen wurde mir sehr stark
bewusst, dass ich durch meine Ernährung nicht nur meine persönliche
Gesundheit beeinflusse. Durch meinen Einkauf bestimme ich mit, wie sich unsere
heimische Landschaft gestaltet, welche Mittel in den Boden und somit ins Grundwasser
eingebracht werden, wie Tiere gehalten werden, wie pfleglich mit
der Natur umgegangen wird, wie lang (und abgasreich) Transportwege sind und
wie wertvoll und inhaltsreich unsere Lebensmittel am Ende sind.
Biologischer und vor allem regionaler Einkauf möglichst direkt vom Erzeuger – das ist für mich praktischer Naturschutz für jedermann. Aus diesem Gedanken heraus wollte ich ein Produkt bieten, dass all das verkörpert. Und als leidenschaftliche Marmeladenköchin habe ich nun Hobby und Beruf verbunden mit leckeren Brotaufstrichen aus dem „Naturgarten“.










